Leserbrief:

Hallo AZ,

ich möchte gerne zu dem ausführlichen og. Artikel von G. etwas ergänzen + so zur Perspektivendiskussion beitragen. Also:

Vielem in dem Artikel kann ich nur zustimmen. Wenn ihr aber den Leserbrief auf das Jahr 44 datiert, so kann es sich nur um einen Druckfehler eurerseits handeln, denn meiner Meinung nach gelten die von den fortschrittlichen Kräften damals vertretenen Ansichten heute noch genauso. Denn gibt es etwa heute keine Ausbeutung des Menschen durch den Menschen mehr? Es mag sich an der Form etwas geändert haben, aber am Wesen des Kapitalismus bzw. Imperialismus ("Deutsche Soldaten am Hindukusch...") hat sich nichts verändert! Etwas anderes zu behaupten hieße doch Illusionen zu schüren.

Es ist daher doch immer noch so, dass sich auch heute noch wie früher mindestens zwei große Klassen mehr oder weniger (zumindest objektiv) unversöhnlich gegenüber stehen. Demnach muss es ein bürgerliches + ein proletarisches Bewußtsein geben. Und wenn man dann davon ausgeht, dass das gesellschaftliche Sein dass Bewusstsein bestimmt, dann kommt man zu dem Schluss, dass nur im harten Klassenkampf im Inneren dieses prolet. Bewußtsein auch subjektiv von den Kommun isten etc. in die Mehrheit der Arbeiterklasse + aller Unterdrückten getragen werden muss, wie im übrigen auch Lenin sagte! Denn wenn die marxististisch-Leninistische Theorie die Massen ergreift, wird sie zur materiellen Gewalt.

Das zu tun ist unsere Aufgabe heute!

Solidarische Grüsse, W.