Für die Einheit aller Marxisten-Leninisten!
Tatsache ist, dass der Marxismus-Leninismus (M-L) die in sich geschlossene
Weltanschauung des wissenschaftlich begründeten Sozialismus
beinhaltet und davon gibt es bekanntlich nur einen.
Was also soll das Gerangel um Vormachtstellungen und Führungsansprüche
unter Berufung auf die einzigwahre politische Linie des Marxismus-Leninismus.
Der utopische Kommunismus ist ein Relikt aus der politischen Steinzeit
vor der Epoche von Marx, Engels, Lenin und Stalin und jeder falsche Parteienanspruch
führt zurück in das Geröllfeld dieser politischen Steinzeit.
Genossinnen und Genossen. Mit dem Niedergang der ehemals im blutigem Klassenkampf
geschaffenen Sowjet-Union sowie mit der Auflösung der Volksdemokratien
hat der Imperialismus mit Hilfe seiner ihm hörigen Handlanger, den
Trotzkisten mit ihrer revisionistischen Verschwörertaktik, mit den
Opportunisten innerhalb der Partei- und Staatsbürokratie der Sache
des Sozialismus weltweit großen Schaden zugefügt. Trotz beschwörenden
Beteuerungen von der 'vernichtenden Niederlage des Kommunismus' existiert
jedoch das Lager des Sozialismus, nämlich 'der Riss der durch
die Welt geht' ,wie der Genosse Stalin sagte, nach wie vor.
Überall auf der Welt, zu jeder Zeit und Stunde sitzen Genossinnen und
Genossen zusammen und beraten sich über die Strategie und Taktik
der proletarischen Revolution sowie über die Gewinnung der
fortschrittlichen Menschen für den Kommunismus und ihre Organisierung
in der Partei. Wohlgemerkt, in der Partei und nicht in zehn!
Warum das Rad immer wieder neu erfinden; die Handlanger der nationalen Bourgeoisie
und des weltweiten Imperialismus sowohl innerhalb der bürgerlichen
Klasse als auch innerhalb der Arbeiterklasse und deren Bewegung sind bekannt.
Sie alle sind nicht nur einfach irgendeiner bürgerlichen oder gar 'linksverbrämten
Partei' zuzuordnen, (Parteimitglieder sind auswechselbar), sie sind Klassenfeinde!
Genossinnen! Genossen! Immer wieder stellt sich heute angesichts dieser
obig genannten 'Gerölllandschaft' Lenins Frage ' Was tun?'
MLer sollten die wichtigsten Fragen der kommunistischen Bewegung nicht nur
'politischen Vordenkern' überlassen, die Fragen betreffs der Partei
sind Grundsatzfragen der Bewegung.
Wehe es gelingt den Kommunisten in Deutschland nicht, angesichts des totalen
Generalangriffs der Bourgeoisie mit der Agenda 2010 und den darin einbezogenen
Hartzplänen zwecks Zerstörung der sozialen Lebensgrundlage der
Masse fast eines ganzen Volkes, eine starke kommunistische Kampfpartei,
welche ausgerüstet ist mit der revolutionären Theorie des Marxismus-Leninismus,
zu schaffen. Die vorgegebenen, dann jedoch ungenutzten Erfahrungen aus
der Geschichte des Klassenkampfes in Deutschland werden Schmach und Schande
über die deutsche Arbeiterbewegung bringen.
Genossinnen und Genossen. Der Charakter der bürgerlichen Gesellschaft
in der Gegenwart wandelt sich. Aus einer bürgerlich parlamentarischen
Demokratie wurde eine bürgerlich parlamentarische Diktatur, der Staat
erweist sich wieder einmal als das totalitäre Machtinstrument in den
Händen der herrschenden Klasse.
Wo Millionen auf den Straßen der Großstädte gegen Agenda
2010 und die Hartzpläne demonstrieren, setzt sich das Parlament , die
Regierung und ihr Kanzler in Berlin über den Protest der Massen hinweg,
und das alles im Auftrag der nationalen Bourgeoisie und des Imperialismus.
Ausgehend von der Tatsache der 'bürgerlichen Diktatur' unter
Schröder, Müntefering ,Clemens und der sonstigen 'schwarzen
Gang' mit Merkel, Stoiber und Westerwelle versuchen einige 'SPD-Linke'
zusammen mit Lafontaine unter dem Slogan, 'Arbeit und soziale Gerechtigkeit'
die 'alte wohlbekannte SPD' wieder zu beschwören.
In dieser Situation aber noch einmal zur 'Einheit der Marxisten-Leninisten'.
Sieht man anhand der 'Bleiwüsten' wie sich die verschiedenen m-l Gruppierungen
gegenseitig beharken, anfeinden und Fehler vorwerfen, so muss man ihnen
allen zurufen:
Es gibt nur einen Marxismus- Leninismus!
Auf welchen M-L beruft ihr euch noch oder auf welchem beruft sich euer Anspruch
auf die stolze Bezeichnung, Marxisten-Leninisten!
In diesem Zusammenhang stellt sich jetzt noch einmal die Frage >was
tun<.
Nun, die letzten Jahre haben in dem m-l Sektor 'ein ganzes Bündel'
von Meinungsverschiedenheiten, verbunden mit der Konsequenz von Zersplitterungen,
Spaltungen und Neugründungen hervorgebracht.
Damit ist nicht etwa das 'Gewusel' links von irgendwelchen verbürgerlichten
Parteien gemeint. Nimmt man die alten und neuen Grüppchen mit der
Berufung auf den M-L unter die Lupe, so kann man feststellen, das all diesen
jene disziplinierte Voraussetzung eines demokratischen Zentralismus,
eine der Faustregeln der kommunistischen Parteien, fehlen, sie allesamt
haben Zirkelcharakter mit falschem Parteienanspruch, wobei die jeweilige
Betonung 'für den Aufbau einer.... ' nur einer Bemäntelung nach
außen gleicht, ihr Parteienanspruch in Wirklichkeit aber weiterhin
besteht.
Nun, das ist alles gar nicht so schlimm, auch die russische Sozialdemokratie
vor den Bolschewiki Lenins fing einmal mit dem 'Zirkelunwesen' an. Nur
waren dort damals eben noch nicht die Voraussetzungen für den Aufbau
einer bolschewistischen Partei gegeben, was letztlich auch zum Scheitern
der Revolution von 1905 führte. Im Deutschland des 21. Jahrhunderts
liegen die Dinge aber ja wohl etwas anders. Hier kann die kommunistische-
und Arbeiterbewegung auf die revolutionären Erfahrungen des zwanzigsten
Jahrhunderts bauen. Auf die missglückte Revolution von 1905 im
damaligem Russland sowie auf die siegreiche russische Revolution von 1917
unter der Führung der Bolschewiki, der deutschen Revolution von 1918
und die revolutionären Kämpfe der deutschen Arbeiterklasse in
den folgenden zwanziger Jahren, ferner steht zur Verfügung >Die
Geschichte der KPdSU(B)<. Wenn all das nicht geschichtsträchtig
genug ist für den Klassenkampf der Gegenwart als auch für die
Zukunft?
Genossinnen, Genossen. Angesichts der Agenda 2010 und der antisozialen Hartzgesetze
kommt Bewegung in die politische Landschaft Deutschlands. Doch trotz
großer Demonstrationen seitens der betroffenen Volksmassen kann von
einer revolutionären Situation noch nicht die Rede sein.
Kommunisten sind eng eingebunden in die Bewegung der ausgebeuteten Klassen.
Viel wird schon wieder vor allem von als 'Vordenkern' zu bezeichnenden Genossen
geschrieben z.B. über Möglichkeiten, die Gegenwart zu begreifen
und die Welt zu verändern. Ich bin der Meinung, wir sollten uns wieder
auf die Erfahrungen unserer Klassiker besinnen, damit würde zumindest
verhindert, dass viel klassenfeindlicher Schrott in die Arbeiterbewegung
der Gegenwart hineingetragen wird bzw. dem Klassenfeind die Möglichkeit
dazu genommen wird.
Genossinnen und Genossen. das Rad muss eben nicht immer aufs Neue erfunden
werden und so auch die Erklärung der marxistisch-leninistischen Wahrheit
nicht immer wieder erklärt werden..
In diesem Sinne gilt auch dieses Schreiben nicht für eine A-P in der
Öffentlichkeit, ich spreche vielmehr alle diejenigen an, welche sich
selbst schon als Kommunisten bezeichnen und sich vor allem auf den M-L berufen.
Was tun? Nach wie vor steht diese Frage und so will ich als Veteran
der Arbeiterbewegung, selbstverständlich ohne jede Berufung auf irgendein
Veteranentum, meine Meinung dazu äußern. Fast alle existenten
kommunistischen Zirkel haben eigene Zeitungen, eine 'Iskra' gibt
es nicht, aber es gibt diese Zeitungen. Und eben über diese Zeitungen
muss nun einmal die Auseinandersetzung über den Weg zur Partei
laufen.
Wir haben die Erfahrungen der revolutionären Vergangenheit aus dem
20. Jahrhundert und wir haben die Erfahrungen aus dem ungeheuren Schaden,
den uns der Klassenfeind zugefügt hat. Jetzt ist es an der Zeit für
uns, sich wieder auf unsere Klassiker zu berufen.
Der historische Materialismus als auch der dialektische Materialismus
sind für uns die Wegweiser zu einer Einheit ohne falsche Führungsansprüche
und die Ernsthaftigkeit dieses Bestrebens wird zugleich der Gradmesser sein,
den Titel Marxist-Leninist zu Recht tragen zu dürfen, ansonsten sollten
diese Gruppen ihre fortdauernde Zirkelmentalität und die damit verbundene
Handwerkelei ehrlicherweise eingestehen.
Die Rede, Genossinnen und Genossen, ist hier von der Zirkelmentalität,
nicht jedoch von den 'real existierenden ' Zirkeln. Diese existieren nun
einmal ob mit oder ohne Parteienanspruch. Entscheidend daran dürfte
sein, ob von den Gruppierungen selbst der Unterschied ihrer Existenz als
Partei oder Zirkel, auf alle Fälle als Provisorium begriffen wird.
Die DDR unter Ulbricht z.B. hat diesen Unterschied damals nicht begriffen
und landete im Politdesaster der Geschichte.
Nun wäre natürlich eine Selbstauflösung bzw. eine prinzipienlose
Vereinigung der Zirkel untereinander ein ebenso schlechtes Beispiel wie
die Ex , außerdem sollte nicht grundsätzlich der m-l Charakter
all dieser Zirkel bestritten werden, die Frage, WAS TUN , aber bleibt.
Kommen wir noch einmal zur Sache.
Sind Genossinnen und Genossen der Meinung, das Thema 'Einheit der M-Ller'
sei jetzt schon endgültig und sozusagen für immer für sie
und ihren m-l Zirkel abgeschlossen, dürften sie einer groben Täuschung
unterliegen. Sie vergessen nämlich, dass trotz aller medialen Verleumdungen
als auch negativen Erscheinungsformen jeder Meinungszuwachs auch nach links
letztendlich eine politische Heimat sucht und eben solch eine können
wir diesen Menschen in der Gegenwart bestimmt nicht geben, denn schließlich
ein, 'wie hättest du es denn gern', gibt es nun einmal nicht. Solche
Menschen werden von vorne herein in einer Schlacht unnötiger Polemik
einfach verheizt oder in falsche Richtungen geleitet.
Der Marxismus-Leninismus als Einheit des Denkens und des Handelns,
eben als eine in sich abgeschlossene Weltanschauung, die sie nun
einmal ist, lässt aus sich heraus keine Spaltung irgendeiner Art zu.
Kommt es zu einem solchen Versuch, so kann nur die Rede sein von revisionistischen
Bemühungen, böswilligen trotzkistischen Umtrieben
selbst aus Gründen der Dummheit oder von Agenten Provokateur.
Kommen wir zurück auf die Frage der Einheit, wobei ich den guten
Willen in dieser Richtung bei allen m/l Zirkeln voraussetze, so stellt sich
als nächste Frage die des Weges, der uns zu dieser Einheit führen
könnte. Als erstes steht, wie gesagt, der Wille zu dieser Einheit
und zweitens die Uneigennützigkeit der Zirkel bzw. jedes Einzelnen
bezüglich eines Führungsanspruchs.
Hinzu kommt die Offenheit der Diskussion in den eigenen Veröffentlichungen
oder in denen befreundeter m-l Zirkel, in jedem Fall muss der Austausch
solidarischer Meinungsbeiträge um vieles reger werden als bisher. Und
dieses Ganze vor allem eben Miteinander, allerdings ohne die Konsequenz
überstürzter Organisierungen wie z.B. Anfang der 70er Jahre in
der BRD oder gar schon davor die Gründung einer SED in der DDR, was
ein noch schlimmerer Akt prinzipienloser Vereinheitlichung war. Dieses vorher
benannte Beispiel solidarischen Miteinander möchte ich als marxistisch-leninistisches
Forum 1 bezeichnen.
Genossinnen und Genossen. Dieser Script ist getragen von dem ernsthaftem
Bemühen um die Einheit der Marxisten/Leninisten in Deutschland und
unserer Vereinheitlichung als Voraussetzung für die endgültige
Schaffung der schon längst überfälligen revolutionären
Partei neuen Typus entsprechend des allgemeingültigen Charakters einer
revolutionären marxistisch-leninistischen Partei.
Ein Genosse aus Kiel